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Di 18. - Do 20. November 2008 - Frankfurt am Main, Messegelände, Halle 5.1
Britische Hypothekenbank Bradford & Bingley senkt Gewinnprognose - Investor steigt ein
02.06.2008 - London (dpa-AFX) - Die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley (B&B) hat angesichts der Kreditkrise ihre Gewinnprognose gesenkt und einen der weltgrößten Finanzinvestoren ins Boot geholt.
Der US-Fonds Texas Pacific Group (TPG) werde mit 23 Prozent einsteigen, um die Finanzsituation der Bank zu stärken, teilte die Bank am Montag mit. Damit investiert der Private Equity Fonds rund 179 Millionen Pfund (227 Mio Euro) in B&B, eine der größten Hypothekenbanken in Großbritannien.
Zusätzlich will sich die Bank bei anderen Anteilseignern frisches Kapital in Höhe von 258 Millionen Pfund beschaffen. Die Bank hatte die Kapitalerhöhung bereits im Mai angekündigt, musste jetzt aber den Bezugspreis je Aktie 82 auf 55 Pence senken. Zusammen mit der Finanzspritze von TPG sollen die Maßnahmen rund 400 Millionen Pfund nach Kosten in die Kassen spülen. Der Handel mit B&B-Aktien wurde am Montagmorgen vor der Ankündigung kurzzeitig ausgesetzt. Danach stürzte das Papier zeitweise um rund 30 Prozent ab. Der Chef der Bank, Steven Crawshaw, war am Wochenende aus Gesundheitsgründen zurückgetreten.
In den ersten vier Monaten des Jahres machte B&B einen Verlust vor Steuern von acht Millionen Pfund, teilte das Institut mit. Wegen der Kreditkrise mussten zudem weitere 89 Millionen Pfund abgeschrieben werden. Zudem hätten Hypothekennehmer Probleme, ihre Raten zu bezahlen. Die Bank hat rund drei Millionen Kunden. Im vergangenen Jahr hatte B&B einen Vorsteuergewinn von 336 Millionen Pfund gemacht, dieses Jahr hatten Analysten einen Gewinn vor Steuern von bis zu 200 Millionen Pfund erwartet - ein Ergebnis, das die Bank nun für zu hoch hält.
In Großbritannien herrscht seit dem Zusammenbruch der Hypothekenbank Northern Rock erhöhte Nervosität wegen der Kreditkrise. Analysten betonten jedoch, dass die Probleme von B&B bei Weitem nicht das Ausmaß wie die von Northern Rock hätten. Wegen der neuen Probleme bei Bradford & Bingley kamen auch andere Bankenwerte unter Druck. Die Großbank HBOS betonte am Montag, dass ihre angekündigte Kapitalerhöhung nach Plan verlaufe. HBOS hatte Ende April angekündigt, sich wegen der internationalen Finanzkrise frisches Kapital in Höhe von 4,1 Milliarden britische Pfund besorgen zu müssen.
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