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Di 18. - Do 20. November 2008 - Frankfurt am Main, Messegelände, Halle 5.1

AUSBLICK: BoE wird Leitzins erneut bei 5,00 Prozent belassen - Dilemma

07.07.2008 - LONDON (dpa-AFX) - Die britische Notenbank wird den Leitzins nach Einschätzung von Experten an diesem Donnerstag (10. Juli) erneut nicht verändern.

Volkswirte gehen wegen der hohen Inflation und zugleich ungünstigen Wachstumsaussichten einhellig von einem unveränderten Leitzins von 5,00 Prozent aus. Im Mai war die Teuerung in Großbritannien auf 3,3 Prozent gestiegen und lag damit mehr als einen Prozentpunkt über dem von der Notenbank angestrebten Zielwert von zwei Prozent. Zugleich wird die britische Wirtschaft weiterhin von dem schwächelnden Häusermarkt belastet.

Die Bank of England (BoE) habe keine andere Wahl, als den Leitzins konstant zu halten, hieß es von Marktbeobachtern. So könnte das Ansehen der BoE einerseits Schaden nehmen, falls eine Zinssenkung zu weiter steigenden Preisen führe, sagte Analyst Ross Walker von der Royal Bank of Scotland. Andererseits würde eine Zinserhöhung die Notenbank der Kritik aussetzen, sie unterschätze die derzeitigen Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum.

DILEMMA ZWISCHEN INFLATION UND WACHSTUMSSCHWÄCHE

"Das Dilemma der Bank of England, wie sie angesichts eines spürbaren Abschwungs auf eine steigende Inflationsrate reagieren soll, wird immer größer", unterstreicht Commerzbank-Experte Peter Dixon in einer Studie. So deute der jüngste Einbruch der Einkaufsmanagerindizes auf eine merkliche Abschwächung des privaten Sektors hin. Zudem dürfte die Hypothekenvergabe im Mai das niedrigste Niveau seit dem Beginn der Statistik im Jahr 1993 erreicht haben. Gleichzeitig signalisierten die Ergebnisse der vierteljährlichen Erhebung zu den Kreditkonditionen einen weiteren Rückgang der Liquidität.

Ähnlich wird die Lage in Großbritannien von der UniCredit beurteilt. "Obwohl es zunehmend Anzeichen für eine signifikante Wachstumsverlangsamung in den kommenden Monaten gibt, trübt sich der Inflationsausblick weiter ein." Daher werde die BoE die Zinsen vorerst konstant halten, um die Inflationserwartungen fest zu verankern und Zweitrundeneffekte zu verhindern. Dennoch sei damit zu rechnen, dass der nächste Zinsschritt der Notenbank nach unten gehe, wenn auch erst Anfang nächsten Jahres.

KEINE ZINSSCHRITTE BIS ZUM JAHRESWECHSEL

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet auch der Konsens überwiegend mit einem Stillhalten der BoE. Lediglich 4 von 19 befragten Analysten rechnen mit einem Zinsschritt bis zum Jahresende, wobei lediglich ein Befragter eine Zinserhöhung erwartet. Bis vor etwa einem Monat waren die meisten Experten wegen der Wachstumsschwäche der britischen Wirtschaft noch von mindestens einer Zinssenkung bis zum Jahreswechsel ausgegangen. Hiergegen spricht aber mittlerweile die hohe Teuerung, ausgelöst vor allem durch die kräftig gestiegenen Öl- und Nahrungsmittelpreise.



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