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Welt: Kleinaktionäre drohen Krisenbank IKB mit Insolvenzantrag

07.07.2008 - BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Kleinaktionäre der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB haben dem Institut nach Angaben der Zeitung "Die Welt" mit einem Insolvenzantrag gedroht.

Mehrere Anlegeranwälte wollten Anfang der Woche einen Insolvenzantrag gegen die Bank stellen, berichtet die Zeitung (Montag) unter Berufung auf Aktionärskreise. Der Bank drohe die Zahlungsunfähigkeit, weil die für August geplante Kapitalerhöhung wegen zahlreicher Anfechtungsklagen noch auf der Kippe stehe. "Darüber hätte der Vorstand längst informieren müssen", sagte ein Anlegervertreter der Zeitung.

Die IKB-Führung hatte stets betont, dass die Kapitalerhöhung für das Überleben der Bank entscheidend sei. "Aber wir gehen davon aus, dass die Kapitalerhöhung im August kommt und entsprechend rechtzeitig ins Handelsregister eingetragen wird", sagte Vorstandschef Günther Bräunig dem Bericht zufolge in der vergangenen Woche bei der Vorlage der Jahreszahlen. Die Anteilseigner hätten dem IKB-Vorstand vorgeworfen, die Lage falsch darzustellen, schrieb die Zeitung.

Die Drohung mit einem Insolvenzantrag wies ein IKB-Sprecher zurück: "Wir gehen davon aus, dass Anteilseigner einen solchen Antrag gar nicht stellen dürfen." Einen Insolvenzantrag darf laut Bericht nur die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellen. Bei der Behörde sei eine vermeintliche Zahlungsunfähigkeit der IKB derzeit jedoch kein Thema, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Aufsichtskreise.

Zahlreiche Aktionäre, die wegen der Kursverluste des durch Immobilienspekulationen in Schieflage geratenen Instituts viel Geld verloren hatten, haben in den vergangenen Monaten gegen die IKB geklagt.



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