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Deutsche-Bank-Chef dämpft Erwartungen an Bankenkonsolidierung

07.07.2008 - HAMBURG (dpa-AFX) - Deutsche-Bank Chef Josef Ackermann hat die Erwartungen an die Bankenkonsolidierung in Deutschland gedämpft.

Dass es in diesem Jahr zu einer Neuordnung der Branche kommen werde, "lässt sich noch nicht definitiv sagen. Denn das Umfeld ist schwierig", sagte Ackermann der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Derzeit laufen Vorbereitungen zum Verkauf der Postbank , auch für die Dresdner Bank und die deutsche Citibank wird eine Lösung gesucht. Die Deutsche Bank wird in allen Fällen als potenzieller Käufer gehandelt.

Ackermann betonte, dass die Deutsche Bank nicht um jeden Preis zukaufen werde. "Ich möchte mir nicht den Ruf einhandeln, Entscheidungen getroffen zu haben, die die künftigen Generationen in der Bank belasten", sagte er. "Auch Visionen müssen sich rechnen." Ein Fusion mit der von der Hypothekenkrise schwer gezeichneten Schweizer Großbank UBS stehe dabei nicht zur Diskussion. "In diesem Fall würde sich die Standortfrage stellen. Die Deutsche Bank will und wird jedoch in Deutschland bleiben. Deshalb kommen bestimmte Überlegungen, so interessant sie theoretisch sein mögen, praktisch nicht in Betracht", sagte Ackermann.

ACKERMANN BEKRÄFTIGT ABSCHIED VON BANKSPITZE 2010

Zu den Ergebnissen des abgelaufenen zweiten Quartals sagte Ackermann lediglich: "Wir erwarten einen Gewinn und wir gehen davon aus, dass wir kein neues Kapital brauchen." Über das Geschäft im gesamten Jahr wolle er jetzt nicht spekulieren. Zuletzt hatte eine Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs für Aufsehen gesorgt, der zufolge europäische Banken einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 60 Milliarden Euro hätten. Obwohl die Deutsche Bank kurz zuvor bereits beteuert hatte, kein neues Kapital zu benötigen, wurde ihr Aktienkurs ebenfalls belastet.

Ackermann bekräftigte, dass seine Zeit an der Spitze der Bank wie angekündigt im Frühjahr 2010 enden solle. "Das habe ich gesagt und dazu stehe ich", sagte er der "Welt".



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