Di 18. - Do 20. November 2008 - Frankfurt am Main, Messegelände, Halle 5.1
EU-Erweiterung: Neue Herausforderung für die Finanzwirtschaft
Die Osterweiterung der EU stellt Banken und Versicherungen vor neue Herausforderungen.
Wiesbaden, 22. April 2004 - Wie man sie meistert, ist im Oktober auf der Leitmesse der Finanzindustrie European Banking & Insurance Fair (E.B.I.F.) in Frankfurt am Main zu sehen. Am 1. Mai ist es soweit: Die Europäische Union wird größer. Zehn neue Länder, acht aus Osteuropa sowie die Mittelmeerstaaten Malta und Zypern, treten der Gemeinschaft der bisher 15 Länder bei.
Um die EU-Reife zu erlangen, haben die neuen Mitglieder in den vergangenen Jahren viele nationale Reformen auf den Weg gebracht - auf politischer, kultureller und wirtschaftlicher Ebene. Trotzdem sind die Unterschiede zwischen alten und neuen EU-Staaten derzeit noch groß. Das hat selbstverständlich auch Konsequenzen für die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Eine der zentralen Fragen, die sich stellt: Wie wird die Abwicklung des Zahlungsverkehrs im neuen Europa aussehen?
Im Bereich der individuellen Grossbetragszahlungssysteme sieht die Praxis sehr differenziert aus. Schon im heutigen Euroland existieren verschiedene Zahlungssysteme parallel. Jeder Staat betreibt ein eigenes, so genanntes Real Time Gross Settlement System (RTGS) zur Abwicklung von Euro-Zahlungen. Als "Übersetzer" zwischen den verschiedenen Systemen fungiert ein Interlink zum TARGET-System, das von der Europäischen Zentralbank betrieben wird. Es sorgt dafür, dass die Systeme technisch kompatibel werden. Ursprünglich sollte TARGET zur EU-Osterweiterung auf die neuen Mitgliedsstaaten ausgedehnt werden. Es zeigte sich jedoch, dass dies kurzfristig nicht zu schaffen ist und die Konsistenz des Verfahrens zudem massiv beeinträchtigt würde. Die große Herausforderung der kommenden Jahre wird deshalb die Integration neuer RTGS-Systeme werden, die zum Teil mit nationalspezifischen Formaten arbeiten.
Wie sie sich meistern lässt, ist auf der kommenden E.B.I.F. zu sehen. So stellt das Unternehmen ABK Systems aus Dreieich auf der Messe seine E.F.I.S-Plattform vor. "E.F.I.S kann schon heute beliebige Formate eingangsseitig entgegennehmen, prüfen und verarbeiten und ausgangsseitig alle gängigen Zahlungsverkehr-Verfahren bedienen", erklärt Willi Kohl von ABK. "Dazu zählen neben nationalen Formaten auch die globalen Standards SWIFT oder EDIFACT. Natürlich ist im Rahmen der Payment Factory, die auf der E.F.I.S-Applikation basiert, auch die Implementierung von Verfahren, die in vielen osteuropäischen Ländern üblich sind, möglich."
Für die Versicherungsbranche werden anlässlich der Osterweiterung mehrsprachige IT-Lösungen zum großen Thema. "Sowohl im Back-Office als auch im Außendienst sind Systeme mit mehreren Sprachoberflächen gefragt, die problemlos mit den westlichen Systemen kompatibel und gleichzeitig für die Anwender in den neuen EU-Ländern ohne Sprachbarrieren nutzbar sind ", weiß Uwe Becker von presales management. Für Anbieter entsprechender Lösungen bietet die E.B.I.F. eine ideale Präsentationsplattform.
European Banking & Insurance Fair 2004:
Kongress: Montag, 25. bis Mittwoch, 27. Oktober 2004
Fachmesse: Dienstag, 26. bis Donnerstag, 28. Oktober 2004
Veranstaltungsort: Frankfurt/Main, Halle 3
Zeitgleich: LinuxWorld Conference & Expo


