Di 18. - Do 20. November 2008 - Frankfurt am Main, Messegelände, Halle 5.1
Rechtzeitig vorbereiten
21. September 2005 Frankfurt am Main - Das neue Aufsichtsmodell Solvabilität II für Versicherungsunternehmen hat Auswirkungen auf organisatorische Strukturen, Prozesse und die gesamte Datenverarbeitungslandschaft im Unternehmen. Die Vorbereitungen müssen jetzt laufen.
Befassen sich die Banken seit geraumer Zeit mit Basel II, den Richtlinien für die neue Eigenkapitalanforderung, so kommen auf die europäische Versicherungsbranche demnächst die so genannten Solvabilitätsrichtlinien (Solvency II) zu. Gemeint ist damit ein Aufsichtsmodell, mit dem die Versicherungsunternehmen die tatsächlichen Risiken ihrer Produkte und Kunden so transparent wie möglich darlegen müssen. Obwohl die Neuregelungen voraussichtlich erst 2009 in Kraft treten und bisher lediglich die Rahmenbedingungen feststehen, fordern Unternehmensberatungen wie Tillinghast Towers Perrin dringend dazu auf, die Risikomanagement-systeme in der Versicherungsbranche bereits jetzt auf Solvency II vorzubereiten. Denn diese haben zukünftig das ganze Unternehmen im Auge: Über Produkte und Preise, Verwaltung, Qualität der Führungskräfte bis hin zu den Konjunkturzyklen und Wettbewerbsbedingungen müssen sich Versicherungsunternehmen demnächst über ihr individuelles Risikomanagementsystem definieren. Und nicht mehr wie bisher nur ausschließlich über finanzielle Faktoren wie schaden- oder beitragsbezogene Werte.
Fragt man bei Beratungshäusern wie IBM nach, ist hier sogar von einem Quantensprung bei den Anforderungen an das Risikomanagement auf Unternehmens- und Gruppenebene die Rede. "Da die Ausrichtung der Eigenkapitalausstattung künftig an der tatsächlichen Risikosituation erfolgt, müssen sich Unternehmen intensiv um ein internes Risikomanagementsystem bemühen, das sowohl Risikoanalyse, -steuerung als auch -kontrolle umfasse", prognostiziert Thorsten Wolter, Partner bei IBM BCS. Das Konzept von Solvabilität II habe Auswirkungen auf organisatorische Strukturen, Prozesse und die Anforderungen in Hinblick auf das zu verarbeitende und zu analysierende Mengengerüst an Versicherungsdaten im Unternehmen - zudem bietet Solvency II die Chance für den Aufbau eines für das Versicherungsgeschäft adäquaten Risikomanagements zur umfassenden Steuerung des Versicherungsgeschäfts, sagt Thorsten Wolter von IBM.
Weil vieles aber noch unklar ist - so zum Beispiel der Zeitpunkt, an dem Solvency II startet, als auch der konkrete Inhalt der neuen Eigenkapitalregelung -, steht die Assekuranz in allen europäischen Ländern vor der Frage, wie sie sich am besten auf die bevorstehenden Änderungen und Herausforderungen vorbereiten solle. Tillinghast empfiehlt den Versicherungsgesellschaften fünf Schritte:
1. Interne Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern sowie neue Tools und Techniken entwickeln und implementieren.
2. Produkte überprüfen und darin enthaltene Optionen und Garantien identifizieren.
3. Flexible Bewertungssysteme schaffen, um zeitnah auf Entwicklungen neuer Aufsichtssysteme und Rechnungslegungsstandards zu reagieren.
4. Konsistente Bewertung von Risiko, Kapitalbedarf und Wertschöpfung.
5. Konkrete Maßnahmen einleiten wie zum Beispiel die Einführung neuer Produkte mit niedrigeren Garantien, die zu geringeren Kapitalanforderungen führen.
Konkrete Angebote wie zum Beispiel von IBM gibt es bereits: Workshops für Führungskräfte zur strategischen Positionierung von Solvabilität II oder Vorstudien, mit denen der Handlungsbedarf im Risikomanagement aufgrund von Solvabilität II festgestellt wird. Darüberhinaus Konzeption und Einführung von Methoden für versicherungsspezifische Risiken, Kapitalanlagerisiken, Kreditrisiken, operationale Risiken, und Asset/Liability Management (ALM) sowie die risikobasierte Versicherungssteuerung.
Aktuelle Themen, die die Versicherungsbranche betreffen, greift die E.B.I.F. in diesem Jahr unter anderem mit den Veranstaltungen "IT für die Versicherungsindustrie" und "Zukunft der europäischen Versicherungswirtschaft" auf. Näheres unter: www.ebif.com.
8. Euro Finance Week: 14. - 18. November 2005
E.B.I.F.-Konferenzen: 14. - 17. November 2005
E.B.I.F.-Fachmesse: 15. - 17. November 2005
Frankfurt European Banking Congress (EBC): 18. November 2005
Finanzplatz Gala: 18. November 2005
Zeitgleich zur Fachmesse: LinuxWorld Conference & Expo


